Jugendliche und Zeitung lesen – das macht doch keiner mehr, oder?!

Zeitungen sind sprichwörtlich "handfest". Man kann sie halten, sie sind griffig, und auch das Rascheln der Blätter sowie das leichte Aroma der Druckerschwärze gehören zum Zeitung lesen einfach dazu. Es ist die traditionelle und wertige Form, den Blick in die Welt hinaus auszurichten.

Jugendliche und Zeitung lesen – das macht doch keiner mehr, oder?!

Während die “Großen” morgens beim Frühstücken nach wie vor gerne die Zeitung zur Hand nehmen, um sich über das aktuelle Weltgeschehen zu informieren, schaut “die Jugend von heute” oftmals lieber aufs eigene Smartphone. So könnte man meinen, dass das Zeitung lesen bei Jugendlichen mittlerweile absolut out ist. Aber weit gefehlt, denn die aktuellen Statistiken sprechen hierbei eine ganz andere Sprache.

 

Internet heute die mit Abstand größte Informationsquelle

Sicherlich ist das Internet heute die mit Abstand größte Informationsquelle. So liegt es nahe, dass Erwachsene und Jugendliche gleichermaßen gerne und häufig auf den “Datenautobahnen” surfen und auch mit Blick auf die Suche nach Informationen oft online unterwegs sind.

Ob mit dem Smartphone, am Tablet oder am Desktop-PC zu Hause oder in der Uni: Das Internet liefert schnelle Informationen, die noch dazu ständig aktualisiert werden, sodass die User zu jeder Zeit up to date sind. Sicherlich ist trotz – oder gerade wegen des rasanten Informationsflusses – darauf zu achten, dass die Daten und Fakten “Hand und Fuß haben.” Nicht immer ist dies jedoch der Fall. Statt dessen hat es der Leser mitunter auch mit Fake News zu tun.

Trotz des immensen Einflusses, den das world wide web heute auf die moderne Gesellschaft hat, zeigt sich immer wieder, dass viele Menschen – zumindest in einigen Bereichen – “zurück zu den Wurzeln” wollen. Das heißt, dass sie gerne auch weiterhin am Morgen die Zeitung lesen und Offline-Medien nutzen.

 

Spannende Umfragewerte

Das Münchner Marktforschungsunternehmen Youngcom führte vor einiger Zeit eine repräsentative Umfrage zum Thema durch und stellte fest, dass Jugendliche im Alter von 13 bis 20 Jahren durchaus auch Printmedien nutzen. Nichtsdestotrotz greifen sie vorzugsweise auf Online-Medien zurück, um sich mit Informationen zu unterschiedlichsten Themenbereichen zu versorgen. Jede dritte Person bzw. 35 Prozent der Befragten gab in dem Zusammenhang an, dass Tageszeitungen ihrer Ansicht nach zu den liebsten Printmedien zählen.

Und zwar noch vor Nachrichtenmagazinen. Diesbezüglich liegt der Anteil bei 34 Prozent. Das Lesen von Romanen erfreut sich bei sage und schreibe 64 Prozent der Umfrageteilnehmer großer Beliebtheit. Ein weiterer Wert dieser Studie lässt allerdings noch mehr aufhorchen. So gaben nahezu 31 Prozent der befragten Personen an, heute mehr Tageszeitungen zu lesen, als sie es früher getan haben.

 

Andere Medien zur Informationsgewinnung

Selbst wenn das Zeitung lesen bei der Jugend nicht unbedingt auf dem ersten Platz rangiert, nimmt diese Form der Informationsgewinnung doch einen hohen Stellenwert ein.

Das Fernsehen spielt diesbezüglich ebenfalls eine zentrale Rolle. Die Umfragewerte vermelden, dass aber nur 15,4 Prozent der Jugend gerne das TV-Gerät einschaltet, wenn es um die Suche nach Informationen geht. Überdies ist Fakt, dass die Verwendung von Smartphones bei jedem zweiten Umfrageteilnehmer rasant angestiegen ist.

 

Die Jugend wandert ab, aber…

Wenngleich das Internet-Zeitalter bahnbrechende Gewohnheitsveränderungen mit sich gebracht hat, und obwohl viele Jugendliche längst online ihre Informationen generieren, kann von einem Einbruch in der Print-Medienlandschaft nicht die Rede sein. Experten sind sich einig: Die Jugend ist nach wie vor am Zeitung lesen interessiert.

Dass Print-Medien demnach ein Auslaufmodell seien, entspricht de facto nicht den aktuellen Zahlen. Sicherlich habe man zunächst befürchtet, dass das Zeitung lesen mehr und mehr in Vergessenheit gerät und dass in Zukunft ausschließlich Online-Medien von Relevanz seien.

Die Auflagen der renommierten Zeitungsverlage sind tatsächlich seit einigen Jahren rückläufig. Im Endeffekt handelt es sich dabei mit Blick auf besagte Umfragewerte um einen Leserverlust von gerade einmal 0,7 Prozent.

Das Internet ist schnelllebig. Fake News sind im Internet, auch das zeigt sich immer wieder, an der Tagesordnung. Online-Seiten sind eben geduldig. Papierseiten bekanntermaßen ebenso.

Aber im Vergleich zu den Online-Medien haben die Meldungen in der Zeitung Bestand: Wenn Jugendliche Hilfestellungen benötigen oder Informationen für die Bearbeitung ihrer Hausarbeiten brauchen, ist nichts einfacher, als die gefundenen Daten kurzerhand auszuschneiden und ins Schulheft zu kleben.

 

Tradition und Moderne

Zeitungen sind sprichwörtlich “handfest”. Man kann sie halten, sie sind griffig, und auch das Rascheln der Blätter sowie das leichte Aroma der Druckerschwärze gehören zum Zeitung lesen einfach dazu. Es ist die traditionelle und wertige Form, den Blick in die Welt hinaus auszurichten.

Daher achten viele Eltern darauf, ihren Kindern diese “Werte” auch weiter zu geben. Diesen Anspruch unterstützt “ZISCH” mit hohem Engagement. Das “Zeitung in der Schule”-Projekt befasst sich intensiv mit Jugendlichen und zielt darauf ab, Tradition und Moderne auf eine solide Art und Weise miteinander zu verbinden.

ZISCH ermöglicht es Kindern und Jugendlichen, selbst Zeitung zu lesen – und sogar “in Eigenregie” Berichte für das Printmedium zu erstellen. So werden die jungen Leute mit der facettenreichen Arbeit des Journalismus’ vertraut gemacht und erhalten einen Einblick in die weite Welt dieser Berufssparte.

Zeitung lesen ist nach wie vor en vogue – und Print-Medien werden sicher auch in Zukunft aus der Informationslandschaft nicht verschwinden. Umso wertvoller ist daher das ZISCH-Projekt, mit dem traditionelle Werte eine spannende Brücke schlagen bis hinein in den modernen Medienkosmos.