Mit der Patchworkfamilie in den Urlaub fliegen – unser Ratgeber

Patchworkfamilie Urlaub

Mit der Patchworkfamilie in den Urlaub fliegen – unser Ratgeber

Jetzt hat sich die Patchworkfamilie im Alltag gut gefunden und der erste Flugurlaub wird in Angriff genommen. Schon in leiblichen Familien gilt es, eine Menge unterschiedlicher Gewohnheiten unter einen Hut zu bringen. In eurer Patchworkfamilie steigen die Herausforderungen oft noch einmal. Das beginnt bereits mit dem Aussuchen des Ziels, wohin alle gerne fliegen.

Nicht unerheblich sind neben Sympathie für die Destination die Flugzeit und der Zeitunterschied. Neben einem ausführlichen Familienrat, der ausführlich über diese Punkte diskutiert, solltest du dich besonders an den jüngsten und sensibelsten Familienmitgliedern orientieren.

Für ein Ersturlaub empfiehlt sich, nonstop und nicht länger als acht Stunden zu fliegen. Neben den vielen erforderlichen Kompromissen solltest du für jeden Beteiligten “das” Besondere finden, was individuelle Lust und Vorfreude auf den Urlaub auslöst.

 

Patchworkfamilie und Urlaub planen

Wenn nach dem Stöbern im Internet, dem Sichten von Bildern und dem Checken des Budgets das Flugziel gefunden ist, geht ihr an die konkrete Planung. Schaut euch die Aktivitäten und Beschäftigungsmöglichkeiten an. Überlegt, ob ihr ein Auto vor Ort braucht und wie groß es sein muss. Denkt über die Unterkunft und deren Aufteilung nach dem Prinzip “Wer mit wem?” nach.

Schafft Rückzugsmöglichkeiten für alle Beteiligten. Ein Zustellbett ist im tropischen Traumurlaub eher zu wenig. Fangt an, einige wenige und wichtige Wörter in der Landessprache zu lernen: Hallo, Bitte, Danke und Tschüss. Für Kleinkinder wird ein Lieblingskuscheltier als Reisebegleitung ausgesucht. Für alle älteren Teilnehmer kann es wichtig sein, die Handhabung mit dem Smartphone und Roaming vorab festzulegen.

 

Eine Patchworkfamilie braucht viel Papierkram

Nun geht es an die Dokumente und Papiere. In einer Patchworkfamilie sind oft viele sehr unterschiedliche Biografien und Namen vereint. Wenn du also geprüft hat, ob jeder einen Reisepass besitzt, der noch mindestens ein halbes Jahr gültig ist, geht es an die Identitätsnachweise.

Um die Herausforderung besser zu verstehen, denkt an Grenzbeamte, Stewardessen und Zöllner, die Kinder vor Entführung schützen möchten. Aus diesem Grund müsst ihr zweifelsfrei nachweisen, dass bei euch alles in Ordnung ist. Beglaubigte Geburtsurkunden, bei Standesamt erhältlich, sind immer gut. Alle Minderjährigen brauchen eine Vollmacht des nicht mitreisenden Elternteils. Auf der Internetseite der konsularischen Vertretung des deutschen Auswärtigen Amts für das Zielland sind alle benötigten Dokument übersichtlich aufgeführt.

 

Fliegen ohne böse Überraschungen zu erleben

Jetzt kommst du zum aufregenden Moment, eure Flugreise und Urlaub tatsächlich zu buchen. Nutze Vergleichsportale, um die meist mehreren Angebote zu vergleichen. Je nach Familienzusammensetzung können die Preise stark variieren. Für manche Airlines beginnt der Erwachsenentarif mit 14, bei anderen erst ab 16. Testet verschiedene Optionen. So kann beispielsweise ein teurerer Grundpreis pro Erwachsener im Gesamtpreis günstiger werden, wenn die Kinder- und Jugendermäßigung länger gilt.

Achte auch auf den Sitzplatzanspruch, besonders bei den sogenannten Infant im Alter bis zu zwei Jahren. Die Buchungsmodalitäten bei den Airlines unterscheiden sich teilweise stark. Manche bieten feste Sitzplatzreservierung und Sonderessen (vegetarisch, vegan, usw.) inklusive an, andere berechnen Gebühren. Nicht alle Anbieter garantieren zusammenhängende Sitzplätze. Es hilft nichts, du musst dich da tatsächlich ein bisschen umfangreicher einlesen, wenn du nicht in einem Reisebüro buchst.

 

Patchworkfamilie: Fliegen und Urlaub steht vor der Tür

Nur noch wenige Tage, und eure Patchworkfamilie hebt ab. Ums Gepäck habt ihr euch gekümmert und idealerweise mit einer Kofferwaage schon abgewogen. Als vielköpfige Familie ist die eigene Flughafenanreise mit Auto die komfortabelste Lösung. Schaut auf der Onlinepräsenz des Flughafens, welche Parkoptionen es gibt.

In München ist das Parken zum Beispiel relativ problemlos möglich. Der Flughafen München bietet auf seiner Website Munich-Airport.de auch einen extra Infoservice  zum Thema Fliegen mit Kindern an. Alternativen zum Parken Nähe Flughafen München finden sich natürlich ebenfalls im Internet.

Informiert euch über den Zeitaufwand, vom Parkplatz zu eurem Abflugterminal zu kommen. Am besten habt ihr schon zuhause daran gedacht, dass alle Familienmitglieder bequeme Kleidung und Schuhe tragen. Aufblasbare Nackenkissen nehmen kaum Platz weg und überbrücken manche spätere Flugstunde. Gummibärchen kauen hilft bei Start und Landung gegen den berüchtigten Ohrendruck.