Ich sehe dich: Kinder auf dem Schulweg schützen – Warnwesten für Kinder und Erwachsene

Ich sehe dich: Kinder auf dem Schulweg schützen - Warnwesten für Kinder und Erwachsene

Ich sehe dich: Kinder auf dem Schulweg schützen – Warnwesten für Kinder und Erwachsene

Warnwesten erfreuen sich bei vielen Schulkindern keiner großen Beliebtheit. Sie gelten als uncool. Bevor Eltern sich auf morgendliche Diskussionen einlassen, hoffen sie, dass die Reflektoren an der Schultasche genügen.

Dass dies nicht zutrifft, zeigen die hohen Unfallzahlen im Straßenverkehr, in die Schulkinder involviert sind. Statistiken der letzten Jahre beweisen, dass 6- bis 14-jährige Kinder im Tagesverlauf vor allem zwischen 7 und 8 Uhr sowie zwischen 13 und 14 Uhr verletzt und getötet werden. Ein guter Grund, die Risiken auf dem Schulweg zu reduzieren und ihn sicherer zu gestalten.

 

Unfälle vermeiden durch Sichtbarkeit

Die beste Strategie zur Unfallvermeidung ist Sichtbarkeit. In die meisten Unfälle mit Schulkindern sind Autofahrer involviert, welche die Kinder zu spät bemerken. Bei schlechtem Wetter und Dunkelheit haben die Fahrzeuglenker keine Zeit zu reagieren. Bei Regen, Schneematsch und Eis sind die Bremswege länger.

Um Dein Kind zu schützen, sollte es eine ausreichende Menge an Reflektoren an seinem Körper tragen.

Sportliche Winterjacken und Schulranzen von Grundschülern sind gut mit fluoreszierenden und reflektierenden Materialien ausgestattet.

Sie leuchten, indem sie das aufkommende Licht von Scheinwerfern und Lampen zurückwerfen.

Normale Winterjacken ohne Sicherheitsreflektoren strahlen nicht zurück. Das gleiche gilt für Schulrucksäcke, wie sie Teenager gerne benutzen. Fluoreszierende Warnwesten mit Reflektorstreifen in klassischem Gelb und Orange werfen Licht auf große Distanz zurück. Bei Tageslicht leuchten sie hell. Ob zu Fuß oder mit dem Fahrrad – Du und Dein Kind könnt Euch zu jeder Jahreszeit sicher fühlen.

 

Konsequenz und gutes Beispiel

Wie allen Erziehungsthemen lautet die Zauberformel Konsequenz plus gutes Beispiel. Begleitest Du Dein Kind auf dem Schulweg, solltest Du ebenfalls eine Warnweste tragen. Sicherer ist es, die Warnweste nicht achtlos überzustreifen, sondern ordnungsgemäß mit dem Klett- oder Reißverschluss zu verschließen.

Für Dein Grundschulkind ist es wichtig, alles selbst zu machen und nicht auf Deine Hilfe angewiesen zu sein. Analog zu Schuhen erleichtert ein Klettverschluss bei Warnwesten Deinem Kind, seine Selbständigkeit unter Beweis zu stellen. Bemerkst Du, dass die Weste zu eng wird, wechsle rechtzeitig zu einem größeren Modell. Waschen kannst Du sie ganz normal in der Waschmaschine.

In einigen Familien ist es selbstverständlich, bei Fahrradtouren Warnwesten überzustreifen, für andere nicht. Weist Dich Dein Nachwuchs bei Dämmerlicht, schlechtem Wetter und Dunkelheit außerhalb des Schulweges darauf hin, dass Warnwesten sicherer sind, heißt es, loben und anziehen. Wichtig ist, dass die Familie geschlossen mitmacht. Ausnahmen stellen Eure Konsequenz in Zweifel und liefern dem Kind als potentiellem Warnwesten-Verweigerer Argumente.

Die meisten ABC-Schützen bekommen zum Schulstart Warnwesten geschenkt, andere kaufen Sie zum Schulbeginn online in Internetshops wie diesem. Wenige tragen sie über die ersten Wochen hinaus. Gewöhne Dein Kind von Anfang an daran, die Weste ohne Ausnahmen zu tragen. Kennst Du andere Eltern aus dem Kindergarten und Freizeitaktivitäten, bitte sie, es Euch gleich zu tun. Legt Ihr den Schulweg in der Gruppe zurück, ist es sicherer, alle haben eine Warnweste an.

Ziehen andere Eltern nicht mit, erkläre Deinem Nachwuchs, dass es durch sein vorbildliches Verhalten den Schulweg für seine Freunde sicherer macht. Hast Du einen Schulkameraden Deines Kindes ohne eigene Aufsichtsperson dabei, bestehe auf eine Warnweste. Am Besten, Du hast eine zusätzliche Weste in der Tasche.

 

Sicher zur Schule und zurück

Auf dem morgendlichen Schulweg passieren die meisten Unfälle. Der Berufsverkehr sorgt für Stress bei allen Beteiligten. Ausreichend Zeit einzuplanen und das Haus rechtzeitig zu verlassen, sorgt für die nötige Ruhe, um den Weg sicherzurückzulegen. Im letzten Kindergartenjahr und nochmals intensiv in den Sommerferien könnt ihr die Strecke üben.

Dein angehender ABC-Schütze hat genug Zeit, sich Gefahrenstellen einzuprägen. Kennen Ihr beide den Weg gut, fühlt ihr Euch sicherer. Ist Dein Kind noch nicht sicher auf dem Fahrrad unterwegs und gibt es besondere Gefahrenstellen, die Unfallschwerpunkte darstellen, solltet Ihr auf das Zweirad verzichten. Fahrradunfälle stellen, statistisch gesehen, die häufigste Unfallart auf dem Weg zur Schule dar.

Spätestens mit dem Übertritt nach der vierten Klasse sind Schulkinder in der Lage, den Schulweg alleine zu bewältigen. Den gemeinsam zurückgelegten Schulweg schrittweise zu verkürzen, hilft Eltern und Kindern beim Loslassen.