Machtkampf Hausaufgaben – so machst Du es anders!

Machtkampf Hausaufgaben - so machst Du es anders!
Wenn Hausaufgaben zum Machtkampf ausarten, gibt das nicht nur Stress in der Familie. Im schlimmsten Fall nimmt das Kind eine negative Haltung zum Lernen ein. Doch das muss nicht sein. Es gibt positive Alternativen.

Machtkampf Hausaufgaben – so machst Du es anders!

Schulprobleme sind kein Einzelfall – und sie kommen auch nicht nur in bestimmten Schichten vor. Die unterschiedlichsten Dinge können dabei eine Rolle spielen. In manchen Fällen sind die Angst vor schlechten Noten oder ein schwieriges Verhältnis zu einem Lehrer der Auslöser. In anderen Fällen hat ein Schüler mit Mobbing oder Ausgrenzung durch seine Mitschüler zu kämpfen.

Auch Verhaltensauffälligkeiten oder Schwierigkeiten auf der kommunikativen Ebene können Schulprobleme nach sich ziehen. Werden die Ursachen nicht erkannt, kämpfen die Kinder mit eingeschränkter Aufmerksamkeit. Wenn die Leistung dann sinkt und die Noten schlechter werden, wird in vielen Fällen Druck auf das Kind ausgeübt. Lernen und Hausaufgaben erscheinen dem Schüler dann als noch größere Zumutung. Das kann zu einer Negativspirale führen.

 

Hausaufgaben haben Signalwirkung

“Die Arbeit an Hausaufgaben hat eine wichtige Signalwirkung. Sie zeigt nicht nur den Lernstand an. Das Verhältnis zu den Hausaufgaben sagt auch etwas über den persönlichen Bezug zur Schule aus. In manchen Fällen werden Schüler sich den Aufgaben voller Interesse widmen und etwas Wichtiges zum Unterricht beitragen wollen. In anderen Fällen fühlen sie sich von ihrem Schwierigkeitslevel gelangweilt oder unterfordert. Wenn es zu einer allgemeinen Verweigerungshaltung kommt, deutet dies in der Regel auf tieferliegende Probleme hin. In diesen Momenten ist es wichtig, solche Signale ernst zu nehmen. Du solltest dann auf der Beziehungsebene wie auf der Sachebene reagieren.” Zu diesem Ergebnis kommen die Experten von Uni-24.de.

Auf der Beziehungsebene sollte man das offene Gespräch mit dem Kind über die Schule suchen. Versuche im Gespräch herauszufinden, ob etwas in der Klasse oder beim Verhältnis zu den Mitschülern nicht stimmt. Falls dies der Fall ist, solltest Du vorsichtig das Gespräch mit der Lehrkraft suchen. Übergehe Dein Kind dabei jedoch nicht. Durch einen Austausch sollten die Ursachen der Schulprobleme gemeinsam behoben werden.

Zweitens solltest Du auf der Sachebene reagieren. Es ist wichtig, dass die Aufgaben erledigt werden. Nur auf diese Weise kann gewährleistet werden, dass das Kind dem Unterricht auch sachlich folgen kann. Zugleich solltest Du keinen zu starken Druck auf das Kind ausüben. Üblicherweise wird Druck vom Kind als Stress wahrgenommen. Diese negative Wahrnehmung wird dann mit dem Fach in Verbindung gebracht.

Durch den falschen Druck verstärkst Du also die ablehnende Haltung des Kindes. Die Alternative ist das kindliche Interesse. Die meisten Kinder bringen eine große Neugierde mit und interessieren sich für viele Dinge auf der Welt. Am besten versuchst Du, das individuelle Interesse des Kindes mit dem Fach in Verbindung zu bringen. Auf diese Weise kannst Du es von seinen eigenen Interessen her motivieren.

Wenn Deutsch Schulprobleme verursacht

Deutschunterricht fördert die Sprachkompetenz. Damit bildet er eine entscheidende Grundlage für die Arbeit in vielen anderen Fächern. Mit einer im Deutschunterricht gelernten Sprachkompetenz können nicht nur im Schulfach Deutsch Aufgaben besser verstanden werden. Eine ausgeprägte Sprachkompetenz sorgt auch dafür, dass sich die Schüler gut ausdrücken und ihr eigenes Wissen bestmöglich präsentieren. Zudem fördert Deutschunterricht das Verständnis grammatischer Strukturen. Nur wer diese gut versteht, tut sich später auch mit dem Erlernen von Fremdsprachen leicht.

Aber gerade Deutsch Hausaufgaben über grammatische Strukturen werden oftmals vernachlässigt oder führen im Elternhaus zu Stress. Mancher Schüler empfindet die Übungen als zu trocken. Wer einen Migrationshintergrund hat und Deutsch nicht als Muttersprache erlernt hat, kann vor zusätzlichen Problemen stehen. In Familien, die ihre Muttersprache fließend sprechen, werden grammatische Kategorien einer Sprache beherrscht. Dieses Wissen kann dann auf die Zweitsprache übertragen werden und hilft den Kindern beim Erlernen der Sprache Deutsch und bei den Deutsch Hausaufgaben. In Familien, in denen weder die Migrationssprache noch die Deutsch richtig beherrscht werden, liegt kein ausgeprägtes sprachliches Grundwissen vor. Vor allem dann kommt es zu Problemen.

 

Schulprobleme durch gezielte Förderung vermeiden

Es kann dann hilfreich sein, eine Vorschule zu besuchen, in der gezielter Deutschunterricht erteilt wird oder das Kind in der eigenen Sprache zu schulen. Von beidem profitieren die Kinder. Im Idealfall kannst Du den Kindern in solchen Fällen einen Vergleich zwischen den Wörtern in beiden Sprachen anbieten. Das bietet Kindern zwei Vorteile: Erstens können Sie das Wissen für die Deutsch Hausaufgaben aus einem sprachlichen Wissen ableiten und so leichter verstehen. Zweitens stößt ein solches Vorgehen die mehrsprachig aufgewachsenen Kinder nicht auf ihre eigene Unfähigkeit und sorgt so für Stress und Frustration. Dieser positive Ansatz macht die Kinder vielmehr auf die erhebliche Sprachkompetenz aufmerksam, über die sie verfügen.

Bei Grundfertigkeiten wie Lesen, Schreiben und Rechnen kommt es auf den Anfang an. Kinder sollten hier gezielt gefördert werden. Wenn sie gleich zu Beginn unterstützt werden, kommt es gar nicht erst zu einer Situation, in der das Kind abgehängt wird und dem Unterricht nicht mehr folgen kann. Stattdessen wird es sein kindliches Interesse ausleben. Dieses wird sich auch in einem positiven Bezug zu Deutsch Hausaufgaben bemerkbar machen.