Ernährung in der Schwangerschaft – was ist zu beachten

Ernährung in der Schwangerschaft - was ist zu beachten

Ernährung in der Schwangerschaft – was ist zu beachten

Ernährung und Schwangerschaft: In der Schwangerschaft ist eine ausgewogene und reichhaltige Ernährung ein wichtiger Faktor für das Wohlbefinden von Frau und ungeborenem Kind. Nachstehend findest du einige Ratschläge, um dich und dein Baby bestmöglich zu versorgen.

 

Welche Lebensmittel sind besonders gut in der Schwangerschaft?

Gemüse und Obst stehen grundsätzlich in der Nahrungsmitteltabelle ganz oben. Auch für schwangere Frauen sind sie unentbehrlich. Idealerweise empfehlen sich täglich vier Portionen an Hülsenfrüchten und Gemüse. Durch zahlreiche Mineralstoffe und Vitamine stärkt Gemüse das Immunsystem und beugt Entzündungen vor. Hülsenfrüchte wie z.B. Bohnen, Linsen oder Erbsen führen dem Körper wiederum Eiweiß zu. Obst sollte aufgrund des Fruchtzuckers deutlich sparsamer verzehrt werden (maximal 2 Rationen am Tag). Wichtig ist, dass die Nahrungsmittel gründlich gewaschen und möglichst frisch gegessen werden. Abgepackte Salate sind zu vermeiden.

Vollkornprodukte und Kartoffeln gehören ebenfalls zur regelmäßigen Ernährung in der Schwangerschaft. Sie führen ausreichend Ballaststoffe zu.

 

Was solltest du nicht essen, wenn du schwanger bist?

Toxoplasmose und Listeriose sind für das ungeborene Baby sehr gefährlich. Die folgenden Nahrungsmittel können Erreger dieser beiden Infektionen enthalten. Wenn du schwanger bist, solltest du ihren Verzehr daher auf jeden Fall vermeiden.

Tierische Lebensmittel, die noch roh sind, sehen auf der Risikoskala ganz oben. Dazu gehören insbesondere Rohwurst wie Salami, nicht ganz gegartes Fleisch, roher Fisch (Sushi), nicht erhitzte Milch (Rohmilch) und rohe Eier.

Auch bei Käse ist Vorsicht geboten. Schwangere Frauen sollten Weichkäsesorten (z.B. Gorgonzola, Camembert, Brie) besser widerstehen. Harter Käse wie Parmesan ist kein Problem, allerdings sollte auf den Verzehr der Rinde verzichtet werden.

Raubfische (dazu zählen Thunfisch oder Heilbutt) sind auch weniger empfehlenswert, da sie mit Schwermetallen belastet sind.

Zu süßes und zu fetthaltiges Essen kann außerdem negative Folgen für Mutter und Kind haben. Sie begünstigen Übergewicht und führen im schlimmsten Fall zu Schwangerschaftsdiabetes. Mehr Tipps, was du in der Schwangerschaft nicht essen solltest, gibt es hier.

 

Welches Essen eignet sich bei einer Frühschwangerschaft?

Grundsätzlich gelten im ersten Trimester einer Schwangerschaft dieselben Ernährungsregeln wie auch in der restlichen, verbleibenden Zeit bis zur Geburt. Ein zusätzlicher Energiebedarf für das Baby besteht in den ersten drei Monaten aber noch nicht.

Für die Entwicklung des ungeborenen Kindes ist das erste Trimester von wesentlicher Bedeutung. Schließlich entwickeln sich die Organe, das Gehirn und die Extremitäten des Babys in diesem frühen Stadium. Eine positive Entwicklung kann bereits vor Eintritt der Schwangerschaft, aber auch in den ersten Monaten mit einer ausreichenden Zufuhr an Folsäure und Jod unterstützt werden. Folsäure bzw. Folat (die natürliche Form) begünstigt u.a. das Wachstum und wirkt positiv auf das Nervensystem des Kindes ein. Fisch liefert neben Vitamin D und Fettsäuren vor allem Jod und sollte in der Ernährung keinesfalls fehlen.

Es gibt einige Lebensmittel, die viel natürliches Folat enthalten. Dazu zählen vor allem grüne Gemüsesorten, aber auch Hülsenfrüchte, Orangen, Tomaten und Vollkornprodukte. Leider geht in der Lagerung und Erhitzung dieser Nahrungsmittel viel Folat verloren. Um den erhöhten Bedarf an Folsäure abzudecken, ist es ratsam, in der Frühschwangerschaft Folsäure als Nahrungsergänzung einzunehmen. Wenn Frauen schwanger werden wollen, können sie damit schon starten.

 

Honig in der Schwangerschaft

Schwangere Frauen haben oft Bedenken, ob sie Honig verzehren dürfen. Das liegt daran, dass Honig für Kleinkinder, die jünger als ein Jahr sind, tabu ist. Ihre Mägen sind noch zu empfindlich für die Botulinum-Sporen, die in Honig enthalten sind. Sie können bei Babys zur Vergiftung führen. Bei älteren Kindern und Erwachsenen haben die Sporen keine Chance, sich zu aktivieren, da sie der Magensäure nicht standhalten. Somit kann klargestellt werden, dass auch schwangere Frauen ihrem Essen oder Trinken Honig beimengen dürfen. Vorsicht ist nur dann geboten, wenn der Honig anderweitig verwendet wird (Auftragen auf die Haut zur Heilbehandlung z.B.). Gelangt der Honig in den Blutkreislauf der Mutter, so können die Botulinum-Sporen unter Umständen eine gefährliche Vergiftung auslösen.

 

Schwanger zu sein bedeutet, Verantwortung für ein Kind zu übernehmen, bevor es überhaupt geboren wurde. Dazu zählt jedenfalls eine ausgewogene, bewusste Ernährung, die häufig mit Verzicht verbunden ist. Es ist aber auch deine Chance, zu einem gesünderen Lebensstil zu finden.

Lese-Tipp: Leckere Snacks für Schwangere