Mundschutz und Hygieneregeln in der Schule – Ausblick auf die Zeit nach den Sommerferien 2021

Mundschutz Schule Sommerferien

Mundschutz und Hygieneregeln in der Schule – Ausblick auf die Zeit nach den Sommerferien 2021

Die Schüler und Schülerinnen an deutschen Grundschulen und weiterführenden Schulen haben ein schwieriges Jahr hinter sich. Über einen Zeitraum von vielen Monaten mussten sie zu Hause allein oder mit den Eltern lernen. Aufgrund der Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie hat die Regierung Homeschooling angeordnet. Viele Schüler, aber auch die Eltern stellt diese Maßnahme vor eine große Herausforderung.

 

Lockerungen vor den Sommerferien

Einige Wochen vor den Sommerferien haben die meisten Landesregierungen die Schulen wieder geöffnet und so den Wechselunterricht abgelöst. Die Schüler lernen wieder in ihren Klassen. Doch wie verhält sich die Situation nach den Sommerferien? Können Schüler und Eltern davon ausgehen, dass der Unterricht wie vor der Pandemie stattfindet? Wie stehen die Chancen dafür, dass die Maskenpflicht fällt und die Schüler in ihren normalen Schulalltag zurückkehren können? Die Entscheidungen der Bundesländer können in diesem Zusammenhang unterschiedlich ausfallen.

 

Positive Aussichten auch wegen steigender Impfzahlen

Dank der gesunkenen Zahlen und dem gestiegenen Anteil geimpfter Personen sind die Aussichten positiv. Endgültige Aussagen für den Herbst sind aber nicht möglich, da die Maßnahmen von den aktuellen Zahlen abhängig sind. Mittlerweile ist es möglich, Schüler ab einem Alter von 12 Jahren zu impfen. Die Impfung jüngerer Kinder ist noch in der Probephase. Die Impfungen sind eine von vielen Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie. Ist ein großer Anteil der Bevölkerung immunisiert, so hoffen die Experten, gelingt es auf Dauer, die Zahlen niedrig zu halten. Verschwinden wird die Pandemie jedoch aller Wahrscheinlichkeit nach nicht.

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Impfung von Schülern in der Diskussion

Die Impfung von Schülern ab einem Alter von zwölf Jahren, aber auch die mögliche Immunisierung von jüngeren Kindern steht derzeit in der Diskussion. Untersuchungen haben ergeben, dass Kinder weder Treiber der Pandemie sind, noch, dass sie ein hohes Infektionsrisiko haben. Dem stehen Impfstoffe gegenüber, die in der Kürze der Zeit keine klassische Testung bekommen konnten. Dies erfordert mehrere Phasen, die sich über einen Zeitraum von Jahren erstrecken. In anderen Ländern, beispielsweise in Großbritannien, werden Schüler schon längere Zeit geimpft. Über gravierende Nebenwirkungen, die bei Erwachsenen in seltenen Fällen auftreten, ist bei der Impfung von Kindern und Jugendlichen aus Großbritannien nichts bekannt geworden. Für dich ist es wichtig zu wissen, dass es keine Impfpflicht geben wird. Dies bedeutet, dass du dein Kind nicht impfen müssen. Allerdings ist es möglich, dass die Schulen bei steigenden Inzidenzen nur für geimpfte Kinder geöffnet bleiben. Ungeimpfte Kinder können zu umfangreichen Testungen aufgefordert werden.

 

Kinder können sich selbstständig für eine Impfung entscheiden

In Regierungskreisen ist es im Gespräch, dass minderjährige Kinder eine Impfung auch ohne Einverständnis der Eltern erhalten können. Hier sollen die persönlichen Hintergründe, etwa die Reife des Kindes und die Argumente für die Impfung, eine Rolle spielen. Dies würde von den allgemeinen Regeln abweichen, nach denen Minderjährige für medizinische Eingriffe, zu denen auch eine Impfung gehört, das Einverständnis der Eltern benötigen.

 

Die Stiko hat keine Empfehlung zur Impfung ausgesprochen

Bei der Entscheidung für oder gegen eine Impfung Ihres Kindes solltest du wissen, dass die Stiko, die zuständige Impfkommission in Deutschland, bislang keine Impfempfehlung für Kinder ausgesprochen hat. Die Kommission möchte sich für die Entscheidung noch Zeit lassen. Es besteht die Möglichkeit, dass die Stiko keine allgemeine Impfempfehlung für Kinder aussprechen wird. Die Empfehlung könnte sich auf Kinder und Jugendliche beschränken, die wegen Vorerkrankungen oder aus anderen Gründen ein größeres Risiko haben, an Covid-19 zu erkranken.

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Regeln an den Schulen nach den Sommerferien

In den meisten Bundesländern können die Kinder mittlerweile wieder in ihrem Klassenverband zur Schule gehen. Die Hygieneregeln gelten weiter, wo es möglich ist, soll Abstand gehalten werden. Das Tragen eines Mundschutzes war zunächst Pflicht. Einige Länder lockern bereits vor den Sommerferien. So müssen Grundschüler in Brandenburg ab Mitte Juni keine Mundschutzmasken mehr tragen. Für Schüler der oberen Stufen und Berufsschüler gilt die Pflicht weiterhin. Endgültige Entscheidungen für die Zeit nach den Sommerferien wurden bislang noch nicht getroffen. Hier gilt es, den Stand der Impfungen und die aktuelle Lage abzuwarten. Sorge bereiten neben den Infektionszahlen auch Mutanten, die aus anderen Ländern eingeschleppt werden. So hat Großbritannien nach einer positiven Entwicklung derzeit wieder Probleme mit der sogenannten Delta-Mutation, die sich auf der Insel ausbreitet. Obwohl die Lage erst zum Ende der Ferien abschließend beurteilt werden kann, sind einige Ausblicke möglich.

 

Welchen Mundschutz sollten Kinder und Jugendliche tragen?

Es ist anzunehmen, dass die Pflicht zum Tragen eines Mundschutzes zumindest zeitweise, etwa auf den Gängen und in den Pausen auf dem Schulhof, beibehalten wird. Für Eltern stellt sich die Frage, welchen Mundschutz  kaufen? Handelsübliche OP-Masken sind für Kinder ausreichend. Sie erfüllen die jeweiligen Anforderungen. Kinder können den Gummi über Kreuz um die Ohren legen, um eine bessere Passgenauigkeit zu erhalten. Mittlerweile gibt es auch kleinere OP-Masken für Kinder. Keinesfalls solltest du deinem Kind eine FFP2-Maske geben. Diese behindern nach längerem Tragen die Atmung, was zu einem Sauerstoffmangel führen kann.

 

Lambrecht für Rückkehr zum Präsenzunterricht

Justiz- und Familienministerin Christine Lambrecht sprach sich vor einigen Tagen für eine bundesweit einheitliche Rückkehr zum Präsenzunterricht aus. Der Hintergrund dieser Äußerung liegt darin, dass es die Annahme gibt, die monatelangen Schulschließungen wären unnötig gewesen. Außerdem könne den Kindern und Jugendlichen und ihren Familien eine längere Schulschließung nicht zugemutet werden.

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Da die Organisation der Schulen Ländersache ist, sind auch nach den Sommerferien unterschiedliche Entscheidungen in den einzelnen Bundesländern zu erwarten. So kündigen die Regierungen in Hessen und Baden-Württemberg an, dass der ab Juni mögliche Präsenzunterricht nach den Ferien weitergeführt werden soll. Ähnliche Überlegungen gibt es in anderen Bundesländern. Eine länderübergreifende Regelung wird es nicht geben. Bundeskanzlerin Merkel möchte das Eindämmungsgesetz jedoch bis zum 30. September 2021 verlängern. Wenn es keine Änderungen gibt, sind Schulschließungen abhängig von den Inzidenzen weiter möglich. Somit sind finale Aussagen über die Fortführung des Schulunterrichts nach den Sommerferien bislang nicht möglich.

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