Eine private Krankenversicherung für deine Kinder- sinnvoll oder nicht?

private Krankenversicherung für deine Kinder

Private Krankenversicherung oder gesetzliche KV, die Entscheidung ist gar nicht so einfach

Ganz gleich, ob nun ein kleiner Rempler, der Sturz beim Fahrradfahren oder tatsächlich eine Krankheit oder ein schwerwiegender Unfall. Passieren kann tagtäglich etwas und daher ist es nur umso verständlicher, dass du dir Gedanken um deinen Nachwuchs machst. Das Thema Krankenversicherung, private Krankenversicherung oder gesetzliche KV wird dich somit beschäftigen. Doch wann ist eine private Krankenversicherung überhaupt sinnvoll? Und welche Dinge muss ich beachten, wenn ich für die Kinder eine PKV abschließen möchte? Genau diese Fragen sollen dir im nachfolgenden Text so gut wie möglich beantwortet werden, damit du eine unabhängige Entscheidung für dich und deine Kinder treffen kannst.

Wann müssen Kinder eine private Krankenversicherung haben?

Es kommt primär vor allem darauf an, ob du, bzw. du und dein Partner eine private oder eine gesetzliche Krankenversicherung habt. Seid ihr beide in einer PKV, so müssen auch die Kinder eine PV bekommen, können also keine gesetzliche Krankenversicherung bekommen. Bist du zum Beispiel in einer PKV, dein Partner aber in einer gesetzlichen Krankenversicherung, hängt die KV der Kinder davon ab, wer von euch beiden mehr verdient und wie dessen Versicherungsstatus ist.

Selbstverständlich könnt ihr eure Kinder auch, wenn einer von euch beiden in der gesetzlichen KV ist, ebenfalls in diese KV mit aufnehmen lassen, hierfür bezahlt ihr nichts extra. Eine private Krankenversicherung für deine Kinder ist dann Pflicht, wenn du und dein Partner verheiratet seid, dass Einkommen des Privatversicherten höher ist und monatlich über der Jahresarbeitsentgeltgrenze liegt (2021: über 5.212,50 Euro).

Ist eine PKV für Kinder überhaupt sinnvoll?

Wenn du und dein Partner die Wahl haben, ob ihr das Kind/die Kinder privat krankenversichern wollt, stellt sich natürlich die Frage, inwieweit eine solche Versicherung sinnvoll ist und welche Vorteile ein Abschluss der PV bietet. Ein Vorteil besteht darin, dass die Tarife für Kinder sehr günstig ausfallen und auch nicht die befürchtete Gesundheitsprüfung stattfindet. Hierzu müsst ihr euer Kind innerhalb von zwei Monaten nach der Geburt bei der PKV anmelden. Ein weiterer Vorteil ist das große Leistungsangebot, welches euch die PKV mitunter bietet. Hier lohnt es sich, sich genau zu informieren, je nach Anbieter werden zum Beispiel Behandlungen beim Heilpraktiker übernommen, bzw. zurückerstattet.

Auch Zusatzangebote wie Zahnversicherungen/Behandlungen können wichtig sein, wenn es in eurer Familie „Tendenzen“ zu schlechten Zähnen gibt. Ebenso von Vorteil ist diese Art der Versicherung, wenn du und dein Kind auf Fachärzte angewiesen seid. Hier sind die Wartezeiten oftmals kürzer. Eine weitere „Angst“, die du vielleicht hast: der Wechsel in eine gesetzliche Krankenversicherung. Für Erwachsene ist es schwierig, in die GKV zurückzuwechseln, bei Kindern jedoch nicht. Ob in der Ausbildung oder dem Studium, hier kann dein Kind problemlos in die GKV wechseln.

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Bei welchem Elternteil sollte das Kind versichert sein?

Wie bereits ein bisschen weiter oben angedeutet wurde, spielen das Einkommen und eure Versicherung, also GKV oder PKV eine Rolle bei der Wahl. Seid ihr beide in der privaten Krankenversicherung, so müssen eure Kinder zunächst auch privat versichert werden. Es ist somit oft eine individuelle Entscheidung und hängt neben den erwähnten Faktoren auch davon ab, welche Versorgung ihr als Eltern für euer Kind als angemessen erachtet. Auch bei einer schweren Behinderung/Krankheit spielt diese Frage eine Rolle, da die Beitragskosten höher anfallen können, bzw. eine „eigene“ Versicherung des Kindes manchmal nicht infrage kommt. Das solltet ihr aber individuell abklären und euch beraten lassen.

Was kostet die private Krankenversicherung für Kinder?

Zunächst muss auf einen gravierenden Unterschied zur GKV hingewiesen werden: während die GKV für die Kinder (bzw. auch für dich als Ehefrau/Ehemann), wenn du dort mitversichert bist, kostenlos ist, ist es bei der PV anders geregelt. Hier muss für jedes Kind ein eigener „Vertrag“ abgeschlossen werden. Einen Familientarif gibt es in der Regel nicht. Doch welche Kosten kommen somit auf dich zu? Die privaten Krankenversicherungen gehen in der Regel davon aus, dass gerade kleine oder jüngere Kinder eher zu Vorsorgeuntersuchungen gehen und selten schwere Krankheiten haben. Somit „kosten“ sie auch weniger und dies spiegelt sich in den monatlichen Beiträgen wider. Im Allgemeinen kannst du von monatlichen Kosten zwischen 80-170 Euro pro Monat ausgehen. Unterschiedliche Faktoren spielen eine Rolle: zum einen der Leistungsumfang, den ihr gewählt habt (etwa Kieferorthopäden), der Anbieter der KV, der Gesundheitszustand des Kindes und das Alter des Kindes bei Versicherungsbeginn.

Fazit: private Krankenversicherung für Kinder

Wie du also siehst, spielen unterschiedliche Faktoren eine Rolle, ob die private Versicherung für deine Kinder die optimale Lösung ist. Wichtig ist vor allem, dass ihr die Entscheidung nicht überm Knie zerbrechen, sondern euch umfangreich informieren und Leistungen, sowie Preise vergleichen solltet. Hierzu lohnt sich ein Blick vorab auf Clark.de, die dieses Thema sehr gut aufgearbeitet haben

Seid ihr bereits in einer PV versichert, ist es lohnenswert, sich auch dort bezüglich des Kindes zu informieren und dies am besten in einem persönlichen Gespräch mit einem Versicherungsberater zu tun. Dann können direkte Fragen oder Missverständnisse geklärt werden.