Gärtnern mit Kindern – was gilt es zu beachten?

Gärtnern mit Kindern - was gilt es zu beachten?

Gärtnern mit Kindern – was gilt es zu beachten? 

Im Garten haben Kinder schon von klein auf die Möglichkeit, Verantwortung zu übernehmen und die Natur kennenzulernen. Neben positiven Einflüssen auf die Gesundheit hat das gemeinsame Gärtnern einen wertvollen pädagogischen Einfluss. Doch wie kann man das Kind spielerisch an das Gärtnern heranführen und was gilt es zu beachten? 

Kinder für das Gärtnern begeistern

Das Gärtnern im Freien hat zahlreiche positive Auswirkungen auf Kinder. Schon von Kindesbeinen an ist man einer Reizüberflutung im Alltag ausgesetzt. Die monotone und ruhige Arbeit im Garten dient als Gegenpol und tut Körper und Seele gut. Als kleiner Bonus trainieren Gartenarbeiten die Koordination sowie die Grob- und Feinmotorik der Kleinen. 

Auf spielerische Art lassen sich Erfahrungen über Lebenskreisläufe und jede Menge Wissen über Lebensmittel sowie deren Herkunft vermitteln. Tatkräftig mithelfen ist für Kinder meist schon ab einem Alter von fünf bis sechs Jahren möglich. Doch wie lässt sich das Interesse des Kindes am Gärtnern wecken? 

Diese Frage lässt sich nicht pauschal beantworten, da jedes Kind eigene Vorlieben und Charakterzüge aufweist. Der erste Schritt ist dennoch in jedem Fall das spielerische Heranführen an die Natur. Kinder spüren authentische Begeisterung und eifern ihren Bezugspersonen dementsprechend nach. So werden aus den stillen Beobachtern mit der Zeit eifrige Unterstützer im Garten. 

Siehe auch  Modetrends im Frühling und Sommer 2023: Frauen aufgepasst!

Grundsätzlich gibt es einige Möglichkeiten, die Gartenliebe von Kindern natürlich zu fördern. Hierzu zählt etwa eine kinderfreundliche Gartengestaltung, etwa das Einrichten einer Naschecke oder das Pflanzen von interessanten Gewächsen wie Zierlauch. 

Welche Gartenarbeiten empfehlen sich 

Ist das Kind in der Lage, eigenständig Aufgaben nachzugehen, lassen sich erste gemeinsame Projekte im Garten verwirklichen. Kinder sind in die Gartenplanung mit einzubeziehen, um ein langfristiges Interesse zu fördern. 

Noch vor Anbruch der Gartensaison kann es mit der Planung losgehen. Eine Wunschliste kann etwa bei den Kindern beliebte Gemüse- und Obstsorten oder Blumen umfassen. Zu Beginn ist es allerdings ratsam, sich auf ein bis zwei Sorten zu fixieren. 

Welche Aufgaben sich letztlich lohnen, hängt vom Alter und Fortschritt des Kindes ab. Während Kleinkinder bei der Ernte und dem Gießen von Pflanzen helfen können, sind ältere Kinder von sechs bis zehn bereits in der Lage, Jungpflanzen zu setzen oder Beete umzugraben. Folgende Gartenarbeiten empfehlen sich für Kinder: 

  • Aussaat von Blumen, Gemüse und Kräutern
  • Setzen von vorgezogenen Jungpflanzen
  • Ernte von Beeren, Gemüse und Kräutern
  • Trocknen und Verarbeiten der Ernte
  • Setzen von Blumenzwiebeln 
  • Umgraben von Beeten
  • Sammeln von Laub 

Die Gartenarbeit muss sich nicht zwangsläufig auf die Gartensaison erstrecken. Selbst im Winter besteht die Möglichkeit für interessante Gartenarbeiten. Zu diesen gehört etwa das Erstellen von eigenem Vogelfutter, das Ziehen von Hyazinthen als Wasserkultur sowie das Pflanzen von Kresse an der Fensterbank. 

Pflanzen mit geringem Pflegeaufwand 

Kinder erkunden den Garten mit sämtlichen Sinnen. Geeignete Pflanzen für Kinder besitzen pflegeleichte Eigenschaften und sind frei von Giften. Ideal eignen sich duftende Gewächse, welche Nützlinge oder andere Tiere in den Garten locken und das Interesse der Kinder fördern. 

Siehe auch  Trinklflaschen: Umweltbewusst und nachhaltig - aber welche Trinkflasche sollte es sein ?

Der Fokus sollte grundsätzlich auf pflegeleichten und rasch wachsenden Pflanzen liegen. So ebbt das Interesse der Kinder nicht, ehe sich die ersten Früchte der Arbeit zeigen. Gut eignen sich so etwa folgende Pflanzen: 

  • Himbeeren
  • Erdbeeren
  • Gurken
  • Tomaten
  • Radieschen
  • Melisse
  • Dill
  • Schnittlauch
  • Ringelblumen
  • Gänseblümchen

Auswahl von geeignetem Werkzeug

Früh lernt sich, wer Meister werden will. Durch das Hantieren mit Gartenwerkzeugen schulen sich koordinatorische und motorische Fähigkeiten. Gewöhnliche Werkzeuge sind für Kinder in der Regel allerdings zu unhandlich oder schlichtweg zu schwer. Ist das Kind schon etwas älter, sind Gartenscheren für kleine Hände empfehlenswert. In diesem Beitrag kannst du dich darüber genauer informieren. 

Für Kinder kann sich eine hochwertige Grundausstattung aus Schaufel, Spaten und Rechen durchaus lohnen. Praktisch sind Kinderwerkzeuge mit integriertem Teleskopstiel, das mit dem Kind mitwächst und langfristig die Haushaltskasse schont. 

Gärtnern auch ohne Garten möglich

Wer nicht im Besitz eines eigenen Gartens ist, kann seinen Kindern auf zahlreiche alternative Weisen das Gärtnern nahebringen. Diverse kleine Projekte lassen sich auch auf der Fensterbank oder dem Balkon realisieren. 

Grundsätzlich lassen sich sämtliche Beetpflanzen auch per Kübelkultur ziehen. Optimal bieten sich zudem sogenannte Regrowing-Projekte an. Aus Resten von Salaten und Zwiebeln lassen sich wunderbar neue Pflanzen großziehen. 

Ganz unkompliziert und dennoch spannend für Kinder ist auch das Ziehen von Sämlingen auf der Fensterbank. Ganz klassisch eignet sich hierfür Radieschen oder Kresse. 

Image by Holger Grybsch from Pixabay
Über Catrin 1066 Artikel
Catrin ist eine erfahrene Autorin und passionierte Expertin für Elternschaft und Familienleben. Als Mutter selbst kennt sie die Herausforderungen und Freuden des Elternseins aus erster Hand und bringt ihre persönlichen Erfahrungen in ihre Arbeit ein. Ihre einfühlsame Art, ihr fundiertes Fachwissen und ihr breites Spektrum an Themen machen sie zu einer idealen Autorin für eltern-heute.de. Catrins Artikel zeichnen sich durch Empathie, Verständnis und praktische Ratschläge aus, die Eltern auf ihrem Weg unterstützen und inspirieren. Mit ihr an Bord können wir sicher sein, dass unsere Leser stets hochwertige und relevante Inhalte erhalten, die sie in ihrem Familienleben bereichern.