Sukkulenten – Welche stellen eine giftige Gefahr dar?

Sukkulenten - Welche stellen eine giftige Gefahr dar?

Sukkulenten – Welche stellen eine giftige Gefahr dar?

Zwar können nur wenige dieser Pflanzen giftig sein, aber es ist trotzdem wichtig zu wissen, welche Arten zu einer Bedrohung für Mensch und Tier werden können. Dieser Ratgebertext klärt auf, bei welchen Sukkulenten man vorsichtig sein sollte.

Das Gift und die Tiere

Wer Katzen oder Hunde als Haustiere hält, sollte überprüfen, welche Sukkulenten er besitzt. Wer Sukkulenten auf der Terrasse gepflanzt hat, sollte auch an die Nachbarskatze denken, da es sehr wahrscheinlich ist, dass sie auch mal im eigenen Garten vorbeispaziert.

Wolfsmilch (Euphorbien)

Eine der bekanntesten und zugleich giftigsten Arten der Sukkulente ist die Familie der Wolfsmilch. Euphorbien sind eine vielfältige Gattung, die von winzigen und niedrig wachsenden bis hin zu großen Bäumen reicht. Die Pflanze enthält eine milchige Flüssigkeit in ihren Blättern, die die Haut reizen kann. Dort, wo die Haut in Verbindung mit dem Saft kommt, entsteht sofort ein juckender und brennender Ausschlag. Viele Menschen reagieren zwar nicht sehr empfindlich auf das Gift der Sukkulenten, dennoch sollte man im Umgang mit der Pflanze immer Handschuhe tragen und Hautkontakt mit dem Saft vermeiden. Auf gar keinen Fall sollte der Saft in Mund oder Augen gelangen.

Kalanchoes

Sie sind besonders wegen ihrer Farbe beliebt. Diese kann von blassrosa bis feuerrot reichen. Das Brutblatt oder das flammende Käthchen sind für den Menschen zwar nicht giftig, können aber Tiere sehr krank machen. Wenn die Blätter der Pflanze gefressen werden, geht es den Tieren nicht gut, denn sie enthalten Isocitronensäure und Apfelsäure, was bei Hunden und Katzen zu schweren Durchfällen führt. Wenn ein Tier davon eine zu große Menge gefressen hat, kann es zum Kollaps und Herzstillstand kommen.

Aloe Vera

Sie ist eine der beliebtesten Sukkulenten. Aloe Vera wird häufig für therapeutische und medizinische Zwecke eingesetzt. Ihr Saft kann beispielsweise zur Behandlung von Sonnenbränden genutzt werden, auch findet man Aloe Vera in großer Zahl in Kosmetika und Nahrungsergänzungsmitteln. Sie zeichnet sich durch ihre langen ährenartigen Ranken aus, wobei einige auch ein weiß geflecktes Laub haben können.
Allerdings kann sie für Tiere sehr giftig sein. Manche Bestandteile der Pflanzen können bei Hunden und Katzen zu schweren Durchfällen und starkem Erbrechen führen.

Jade

Die leicht zu ziehende Sukkulente findet sich recht häufig auf Fensterbänken. Sie haben holzige, dicke Stämme und pralle ovale Blätter, wodurch sie einem Baum ähneln.
Es gibt eine Vielzahl von Jade-Arten, doch alle sollten außerhalb der Reichweite von Tieren stehen. Sollte ein Tier Teile der Jade verschluckt haben, kann es zu schweren Magen-Darm-Erkrankungen und Koordinationsstörungen kommen.

Stacheln und Dornen stellen eine größere Gefahr dar

Die Toxizität der Sukkulenten hält sich meist in Grenzen. Dahingegen sind Stacheln und Dornen, die bei vielen Sukkulenten ein fester Bestandteil sind, ein viel größeres Problem. Wenn ein Kind eine Sukkulente oder Teile davon in den Mund nimmt, sollte immer ein Arzt aufgesucht werden. Es können zwar keine ernsthaften Schäden entstehen, aber krank kann das Kind trotzdem davon werden. Am besten sollte man immer wissen, ob die Pflanzen, die man zu Hause hat, giftig sind oder nicht.

Kinder und Tiere von giftigen Sukkulenten verhalten

Am sichersten ist es natürlich gar keine Sukkulenten im Haus oder im Garten zu haben. Wer dennoch nicht auf sie verzichten will, sollte unbedingt darauf achten, dass sie für Kinder und für Tiere schwer zugänglich sind. Am besten werden sie in die Mitte eines Beetes gepflanzt und nicht an den Rand, das hält zumindest Kinder weitgehend fern.