Ein Garten für Groß und Klein

Ein Garten für Groß und Klein

Ein Garten für Groß und Klein

Spätestens im Frühjahr erfreut ein liebevoll angelegter Garten seine Besitzer. Doch ohne durchdachte Planung wird der Naherholungsraum vor der eigenen Haustür nur selten so, wie die Bewohner es gerne hätten. Gerade, wenn kleine Kinder im Haus leben, muss einiges bedacht werden. Unsere fünf Tipps helfen bei der klugen Gartengestaltung.

Es grünt so grün – nur wo genau?

Der erste Schritt bei der Gartenplanung ist die Überlegung, an welchen Stellen Beete, Spiel- und Rasenflächen integriert werden sollen. Bei der Rasenfläche gilt zu bedenken, dass Kinder hier im Idealfall Ballspiele spielen können, ohne angrenzende Bepflanzungen zu gefährden. Beete mit filigranen Stauden oder stacheligen Rosen sollten aus diesem Grund im gebührenden Abstand zur Spielwiese liegen.

Es bietet sich daher an, mit mehreren Gartenräumen zu arbeiten. Ein Teil, in dem getobt werden kann, ein anderer Teil, in dem hübsch blühende Pflanzen das Auge erfreuen. Rosenbögen, Büsche oder Hecken trennen die Gartenteile voneinander ab. Ein Grundstück, welches nicht sofort überschaubar ist, vermittelt dem Betrachter zudem mehr Größe.

Ein Reich für Kinder

Eine grüne Rasenfläche als Spielwiese ist auf Dauer ein wenig eintönig. Kinder lieben es, auf einen Spielturm oder ein Stelzenhaus zu klettern. Rutsche, Seile oder Kletterwand machen das ganze noch spannender. Nicht nur die ganz Kleinen spielen gerne ausgiebig im Sandkasten.

Gerade, wenn Gartenwasser zur Verfügung steht, verwandelt sich so mancher Sandkasten in die schönste Matschküche. Wird sich für ein Stelzenhaus entschieden, wird der Sandkasten darunter optimal geschützt. Sonne und Regen können weder Kind noch Spielzeug etwas anhaben.

Klug gepflanzt: kinderfreundliche Pflanzen

Nicht alle Pflanzen eignen sich für einen kinderfreundlichen Garten. Um giftige Exemplare wie Fingerhut sollte ein großer Bogen gemacht werden. Bäume und Sträucher mit verlockend roten Beeren, wie Eibe, Ilex oder Schneeball sind ebenfalls keine gute Wahl.

Besser und mit deutlichem Mehrwert für Kinder sind Obstbäume, Beerensträucher und Stauden, welche Insekten anlocken. Ziersalbei, Storchschnabel und höhere Gewächse, wie Sommerflieder erfreuen Kinder mit ihrer Blütenfülle.

Pflegeleicht – aber bitte in Bunt!

Stundenlang im Garten hacken, jäten und bewässern ist mit einer Familie oft nicht vereinbar. Daher setzen immer mehr Haushalte auf pflegeleichte Gärten mit viel Rasen und wenigen blühenden Pflanzen. Das muss allerdings nicht sein. Trockenverträgliche Stauden, wie Lavendel, Salbei und Buddleja (Flieder) benötigen keine zusätzlichen Wassergaben. Auch Rosen kommen ohne eine Bewässerung aus.

Wird die Beetbepflanzung nach Blühzeit und Höhe gekonnt zusammengestellt, ist sie stets ein Blickfang. Nach wenigen Jahren schließen sich zudem die Lücken dazwischen, sodass Unkraut kaum noch Chancen hat. Bodendecker helfen dort, wo Stauden wachsen, die weniger ausufernd sind.

Ein Garten, der Nachhaltigkeit lehrt

Ein Garten eignet sich hervorragend, um Kindern die Natur nahezubringen. Insekten lassen sich beim Nektar sammeln genau beobachten, Brutkästen für Vögel sind im Frühjahr spannend und ein Futterhaus bietet die Möglichkeit verschiedene Arten einmal ganz genau zu studieren.

Wer Platz genug hat, kann auch einen kleinen Gemüsegarten zusammen mit den Kindern bewirtschaften. So kann der Nachwuchs miterleben, wie aus einem Saatkorn eine essbare Pflanze wird – welche auch noch besser schmeckt als gekauftes Gemüse aus dem Supermarkt.

Radieschen, Tomaten, Zucchini und Salat gelingen meist sicher und inspirieren die kleinen Gärtner zum Mitkochen leckerer Gerichte.

Weiterer Pluspunkt: Bei der Obst- und Gemüseernte lernen die Kinder nicht nur, wo die Früchte genau herkommen, sondern entwickeln auch einen Geschmack dafür, wie aromatisches Obst und Gemüse schmecken kann.

Ein Garten im Wandel

Ein Garten mit Kindern sieht anders aus als der des alleinstehenden Hobbygärtners. Spielflächen und Klettertürme benötigen in der Tat einiges an Raum. Stelzenhaus und Sandkasten sind jedoch nur temporäre Gäste. Wer einen Garten plant, sollte daher auch überlegen, was mit der Fläche passieren soll, wenn die Spielgeräte eines Tages abgebaut werden können. Auch aus diesem Grund ist es sinnvoll, mit mehreren Gartenräumen zu arbeiten.

So kann ein Bereich unkompliziert umgestaltet werden, ohne dass er das gesamte Gartenbild verändert. Um eine gute Entscheidung zu treffen, empfiehlt es sich, zu schauen, was Fachleute auf diesem Gebiet, wie zum Beispiel Wickey, zu sagen haben. Aber nicht vergessen: Stelzenhaus und Sandkasten erleben mit den Enkelkindern oftmals ein Revival!