Nachhaltige Kinderkleidung & Kindermode – was sollte man beachten

Nachhaltige Kinderkleidung & Kindermode - was sollte man beachten

Nachhaltige Kinderkleidung & Kindermode – was sollte man beachten

Nachhaltiger und bewusster Konsum werden immer beliebter. Auch bei der Kleidung der Kleinsten wird vermehrt darauf geachtet, dass diese nachhaltig ist.

Wenn es um das Thema Nachhaltigkeit geht, fragen sich viele Eltern, wie sich dies im Kleiderschrank der Kinder umsetzen lässt. Nachhaltige Kinderkleidung wird sozial und fair produziert. Sie verzichtet zu dem auf Schadstoffe und schützt so die sensible Haut der Kinder. Was es sonst noch zu nachhaltiger Kinderkleidung zu wissen gilt, kannst Du hier nachlesen.

Nachhaltige Kinderkleidung & Kindermode – was sollte man beachten

Was sind die fünf wichtigsten Kriterien für nachhaltige Kleidung?

Es gibt einige Kriterien, die aus Kleidung nachhaltige Kleidung machen. Die fünf wichtigsten sind:

  1. Verwendung von Materialien aus Bio-Rohstoffen

Für nachhaltige Kleidung sollten lediglich natürliche und biologisch abbaubare Materialien verwendet werden. Pestizide, chemische Dünger und Insektizide sollten von den Herstellern nicht verwendet werden. Das Grundwasser wird so nicht verunreinigt und die Umwelt wird geschont.

Auf synthetische Fasern sollte gänzlich verzichtet werden. Sie sind nicht nur in der Herstellung, sondern auch im Gebrauch, umweltschädlich. Bei jedem Waschgang lösen sich Fasern, die als Mikroplastik im Meer landen.

  1. Eine ressourcenschonende Herstellung

Um Rohstoff-Verschwendung entgegen zu wirken, solltest Du darauf achten, dass deine Kleidung ressourcenschonend hergestellt wird. Um auf ressourcenschonende Kleidung zu achten, muss es nicht immer gebrauchte Kleidung sein. Auch neue Kleidung kann ressourcenschonend sein.

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Ressourcenschonend hergestellte Kleidung erkennst Du daran, dass in der Herstellung wenig Wasser und Energieverbraucht wurden. Außerdem sind die Lieferwege kurz. Vermehrt kommt es auch zum Einsatz von Abfallprodukten. So werden Baumschnittreste eingesetzt, um Kleidung oder Möbel herzustellen. Auch Bambus wird immer beliebter. Bambus wächst schnell und ressourcenschonend.

  1. Von Recycling bis Upcycling

Designer setzen immer häufiger auf Upcycling. Beim Upcycling entstehen aus alten Kleidungsstücken neue Kleider.

Auch Recycling ist voll im Trend. Häufig werden alte Fischernetze und Plastikflaschen verwendet, um Kleidung herzustellen.

  1. Handel und Arbeitsbedingungen

Bei Nachhaltigkeit geht es nicht nur um die Mode und die Umwelt, auch der Mensch steht im Mittelpunkt. Fairer Handel und gute Arbeitsbedingungen sind die Grundfeiler für nachhaltige Kleidung. Die Preise für die Rohstoffe müssen ebenso fair sein, wie die Löhne der Arbeiter. Kinderarbeit und Nachhaltigkeit passen nicht zusammen. Auch sonst sind faire Arbeitsbedingungen ein wichtiger Teil von Nachhaltigkeit.

  1. Regionale Kleidung

Nachhaltigkeit setzt vor allem auf regionale Produktion. Die Lieferketten sollen möglichst klein gehalten werden. Dies gilt für die Herstellung der Rohstoffe und für die Produktion der Kleidung. Regionale Produktion unterstützt die heimische Wirtschaft und spart CO² ein, da die Wege kurz gehalten werden.

Worauf legen nachhaltige Labels wert?

Nachhaltige Labels legen viel wert auf nachhaltige Produktion. Die Rohstoffe sollen schonend hergestellt werden und die Natur nicht schädigen. Pestizide und chemische Dünger haben in der Produktion nachhaltiger Rohstoffe nichts verloren. Der Verbrauch von Energie und Wasser wird so gering wie möglich gehalten.

Auch die Menschenrechte werden bei nachhaltigen Labels groß geschrieben. Die Bauern werden fair bezahlt, Arbeitnehmer erhalten angemessene Löhne. Kinderarbeit gibt es bei nachhaltigen Labels nicht. Die Arbeitszeiten entsprechen humanen Bedingungen.

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Tier- und Umweltschutz spielen ebenfalls eine große Rolle für nachhaltige Labels. Massentierhaltung wird man bei nachhaltigen Labels nicht finden. Häufig ist nachhaltige Kinderkleidung vegan, denn nachhaltige Labels wollen Tierausbeutung verhindern.

Wie zeigt sich Nachhaltigkeit in der Mode?

In der Mode spielt vor allem das Drei Säulen Modell der Nachhaltigkeit eine große Rolle. Ökologie, Wirtschaft und Soziales sind in diesem Modell gleichwertig. Nachhaltige Kleidung soll die Bedürfnisse der heutigen Generation zufrieden stellen. Allerdings soll sie dies tun, ohne die Existenz der nachfolgenden Generationen zu gefährden. Nachhaltige Kleidung verbindet Mode, soziale Gerechtigkeit und Umwelt- und Tierschutz miteinander.

Ist nachhaltige Kinderkleidung bezahlbar?

Bei all den Bedingungen, die nachhaltige Kinderkleidung erfüllen muss, könnte man schnell glauben, sie sei unbezahlbar. Doch dieser Eindruck mag täuschen.

Nachhaltige Kleidung ist im Gegensatz zu Fast Fashion darauf ausgelegt, länger getragen zu werden. Sie ist robuster und kommt nicht so schnell aus der Mode, wie die Kleidung der gängigen Fast Fashion Labels. Selbst wenn die Kleidung also in der Anschaffung etwas teurer sein mag, so ist sie mit Blick auf die Tragedauer doch sehr erschwinglich.

Nachhaltige Kinderkleidung hat aufgrund der Produktionsbedingungen höhere Kosten, weshalb sie generell teurer ist, als andere Kindermode. Doch es gibt auch viele erschwingliche nachhaltige Labels. Auch große Unternehmen, die eigentlich eher auf Fast Fashion setzen, haben Nachhaltigkeit für sich entdeckt. Sie bieten zum Beispiel Kleidung aus Bio-Baumwolle zu erschwinglichen Preisen an. Diese Labels sind zwar nicht mit richtigen nachhaltigen Labels zu vergleichen, doch zählt hier jeder noch so kleine Schritt in die richtige Richtung.

Als Alternative zu neu gekaufter Kleidung, kann man sich auch nachhaltige Kleidung Second Hand kaufen. Mittlerweile gibt es sogar die Möglichkeit, sich Mode zu leihen. Es muss also nicht immer das neueste Kleidungsstück aus dem Laden sein.

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Ab wann ist ein Kleidungsstück wirklich nachhaltig?

Kleidung wird erst nachhaltig, wenn man sie mindestens 30 Mal getragen hat. Da hört sich im ersten Moment nicht viel an, kann aber nur mit der richtigen Pflege und achtsamen Umgang erreicht werden. Wer seine Kleidung nicht richtig pflegt und die Pflegehinweise nicht beachtet, erreicht oft diese 30 Mal nicht. Um nachhaltige Kinderkleidung auch richtig zu pflegen, sollten die Hinweise auf den Etiketten beachtet werden.

Fazit

Nachhaltige Kinderkleidung schont die Umwelt, setzt auf Menschenrechte und tut der Haut der Kinder gut. Sie ist frei von Pestiziden und ist robust. Auch wenn die nachhaltige Kinderkleidung in der Anschaffung etwas teurer ist, so überwiegen doch die Vorteile.

Image by Holger Grybsch from Pixabay
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