Rollenverteilung in Familien: Väter 2021 deutlich häufiger erwerbstätig als Mütter

Rollenverteilung in Familien: Väter 2021 deutlich häufiger erwerbstätig als Mütter

Rollenverteilung in Familien: Väter 2021 deutlich häufiger erwerbstätig als Mütter

Typisch Frau und typisch Mann – bis heute existieren die traditionellen Rollenbilder der „Hausfrau“ und des erwerbstätigen Mannes. Der Mikrozensus als größte jährliche Haushaltsbefragung der amtlichen Statistik ermöglicht es einen Blick auf die Lebensverhältnisse von Familien in Niedersachsen zu werfen und sich die Erwerbstätigkeit von Eltern genauer anzusehen.

Wie das Landesamt für Statistik Niedersachsen mitteilt, nahmen im Jahr 2021 Väter (86,0%) deutlich häufiger am Erwerbsleben teil als Mütter (67,4%). Betrachtet werden hier Personen in der sogenannten realisierten Erwerbstätigkeit, das bedeutet, dass diese tatsächlich erwerbstätig waren und ihre Berufstätigkeit nicht aufgrund von Mutterschutz oder Elternzeit unterbrochen hatten. Auch in Bezug auf die Vollzeittätigkeit waren Väter deutlich stärker vertreten. So arbeiteten 92,5% der erwerbstätigen Väter und nur 28,4% der erwerbstätigen Mütter in Vollzeit.

Alleinerziehende waren grundsätzlich seltener erwerbstätig als Eltern in Partnerschaften. Die Erwerbstätigenquote von Alleinerziehenden lag 2021 bei 69,3% für die Väter und 64,3% für die Mütter. Rund 4 von 5 der Alleinerziehenden waren weiblich. Sie lebten häufig mit kleineren Kindern in einem Haushalt, während alleinerziehende Väter häufiger mit älteren Kindern oder Jugendlichen einen Haushalt teilten. Der Anteil der Väter, die einer Vollzeittätigkeit nachgingen, war mit 84,6 % auch deutlich höher als der Anteil der alleinerziehenden Mütter (39,8 %).

Während alleinerziehende Väter seltener in Vollzeit arbeiteten als Väter in Partnerschaften, war es bei den Müttern umgekehrt. Es kann davon ausgegangen werden, dass für alleinerziehende Mütter die Arbeit in Vollzeit eine finanzielle Notwendigkeit darstellt, wohingegen Mütter in Partnerschaften hiervon weniger betroffen sind.

Pressemeldung von  LSN