Kinder und Süßigkeiten: Der richtige Umgang

Kinder und Süßigkeiten: Der richtige Umgang

Kinder und Süßigkeiten: Der richtige Umgang

Es ist ganz normal, dass sich Eltern zu einem gewissen Zeitpunkt mit der Frage befassen, welche Menge an Süßigkeiten für ihr Kind in welchem Alter eigentlich die richtige ist. 

Die meisten Kinder hegen von Natur aus ein großes Interesse an Bonbons, Schokolade, Weingummi, Lollis und Co. Daher kommt es für Eltern darauf an, das richtige Maß zu finden und ihren Kindern einen gesunden Umgang mit den süßen Sünden näherzubringen. Wie das funktioniert, zeigt der folgende Artikel. 

Kein generelles Süßigkeiten-Verbot

Anders als ihre Eltern können Kinder an Süßigkeiten nichts Negatives erkennen. Die Erwachsenen wissen jedoch, dass die großen Zuckermengen Übergewicht begünstigen, den Zähnen schaden und auch den Appetit auf die nächste vollwertige und gesunde Mahlzeit mindern.

Da Süßigkeiten tatsächlich zum Großteil aus Fett und Zucker bestehen, stecken in ihnen zahlreiche Kalorien, dafür jedoch kaum Nährstoffe. Daher sind Süßigkeiten allein im Sinne einer ausgewogenen Ernährung kaum geeignet. Ein generelles Verbot für Kekse, Schokolade und Bonbons sollten Eltern dennoch nicht aussprechen.

Es lässt sich im Alltag schlichtweg nicht verhindern, dass die Kinder mit Süßigkeiten und Naschereien in Kontakt kommen. Der Reiz der süßen Sünden fällt nur umso größer aus, wenn diese verboten werden. Daher müssen die Kinder möglichst früh lernen, wie sich ein gesunder und ausgewogener Umgang mit den Süßigkeiten gestaltet. 

Die richtige Menge an Süßigkeiten

Die Empfehlung von Ernährungsexperten lautet, dass der tägliche Kalorienbedarf von Kindern, bis sie in das Schulalter gelangen, nicht zu mehr als 10 Prozent aus Süßigkeiten gedeckt werden sollte. Durchschnittlich beträgt der Kalorienbedarf von Kindern im Alter zwischen vier und sechs Jahren rund 1.450 Kalorien. Aus Süßigkeiten sollten somit lediglich 150 Kalorien stammen. Vollständig auf Süßigkeiten verzichten sollten Kinder unter vier Jahren.

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In 150 Kilokalorien stecken dann rund 38 Gramm Zucker. Diesen Richtwert sollten sich die Eltern merken und die Menge der täglichen Naschereien daran anpassen. Die 150 Kalorien entsprechen ungefähr einem halben Stück Obstkuchen, zwei Keksen oder fünf kleinen Stücken Schokolade. 

Allerdings gilt der Richtwert nur für Kinder, die gesund sind und ein normales Gewicht auf die Waage bringen. Sollte sich bereits Übergewicht bei dem Nachwuchs anbahnen, sollten die Eltern weitere Einschränkungen treffen. Sinnvoll ist es außerdem, die Aktivität des Kindes im Alltag in Form von Bewegung und Sport zu fördern. 

Der richtige Zeitpunkt für das Naschen

Es ist nicht empfehlenswert die Süßigkeiten den gesamten Tag für das Kind zur Verfügung zu stellen oder diese als vollwertigen Mahlzeitenersatz zu nutzen. Allerdings ist es pro Tag durchaus einmal erlaubt, zu naschen.

Idealerweise werden die Süßigkeiten dabei als Nachtisch serviert. So bilden ein kleines Eis, ein Pudding oder ein Schokoriegel einen tollen Abschluss für eine ansonsten gesunde und nährstoffreiche Mahlzeit. Der Nachtisch lässt sich dabei hervorragend auch mit ein wenig Obst auffrischen. 

Sollte das Kind dann nach einem Süßigkeiten-Nachschub verlangen, sollten die Eltern unbedingt standhaft bleiben und die Portion nicht vergrößern. Das Kind kann damit getröstet werden, dass es sich am nächsten Tag wieder auf neue Naschereien freuen kann.

Zu vermeiden ist es, die Süßigkeiten als Belohnung einzusetzen, indem diese beispielsweise an bestimmte Bedingungen geknüpft werden, wie etwa den Teller leerzuessen. Dadurch empfinden die Kinder die Naschereien nur noch besonderer und ihre Lust nach ihnen steigt zusätzlich.

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