So unterstützen Sie Ihr Kind am besten im Fach Mathematik

So unterstützen Sie Ihr Kind am besten im Fach Mathematik

So unterstützen Sie Ihr Kind am besten im Fach Mathematik

Mathematik kristallisiert sich bereits im Volksschulalter für viele als Horrorfach heraus. Eine der Hauptschwierigkeit im Anfangsunterricht der Grundschule ist, dass alle SchülerInnen mit unterschiedlichen mathematischen Vorerfahrungen in die Schule kommen. Dies reicht von Kindern, die gerade einmal die Zahlenwortreihe bis 10 aufsagen können und Kindern, die wissen, dass man 10 Bonbons nicht gerecht auf drei Kinder aufteilen kann. Dadurch, dass manche Kinder bereits hier so stark hinterherhinken, wird bereits da eine Abneigung zur Mathematik geschaffen.

 

Seine Kinder bereits vor Schuleintritt vorbereiten

Ziel des Anfangsunterrichts in der Grundschule ist es, alle SchülerInnen zu fördern und das Zahlverständnis auszubilden, indem man die unterschiedlichen Teilfähigkeiten fördert. Hierzu gehört zum einen das verbale und das quantifizierende Zählen, aber auch das Mengen strukturieren, das Vergleichen und Zerlegen von Mengen. Aber auch das Vergleichen und Ordnen von Zahlen gehört dazu. Ein wirkliches Zahlenverständnis ist erst vorhanden, wenn die SchülerInnen in den unterschiedlichen Zahlenräumen Zahlen aus anderen Zahlen zusammensetzen, beziehungsweise sie zueinander in Beziehung setzen kann.

Doch nicht immer wird den SchülerInnen wirklich so viel Zeit gegeben, wie sie brauchen, und der Mathematikunterricht ist für viele bereits da mit Stress behaftet. Darum ist es wichtig, dass man seine Kinder auch als Elternteil mathematisch fördert und sie bestmöglich unterstützt, am besten gleich vor dem Schuleintritt. Dies kann mit kleinen mathematischen Spielen passieren, oder indem man sein Kind früh mit Zahlen vertraut macht.

 

Wie lernen Kinder?

Das kindliche Lernen erklärt der renommierte, amerikanische Pädagoge Jerome Bruner anhand des EIS-Prinzips. „EIS“ besteht aus den Anfangsbuchstaben der drei Ebenen, die Bruner unterscheidet. Diese sind enaktiv, ikonisch und symbolisch. Die drei Ebenen des EIS-Prinzips stehen immerzu in einer Dreiecks-Verbindung miteinander.

Unter „enaktiv“ versteht Bruner das Erfassen von Sachverhalten durch motorische Aktivität. Kinder lernen, wie sie etwas tun oder bedienen sollen, indem sie die Aktivität ausüben. Ein Beispiel dazu ist zum Beispiel das Fahren eines Laufrads. Man muss einem Kind nicht erklären, wie es mit einem Laufrad zu fahren hat. Es lernt den Ablauf ganz von selbst beim Bedienen eines Laufrades selbst.

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Unter dem Begriff „ikonisch“ versteht Bruner, dass Kinder Sachverhalten durch ihr Vorstellungsvermögen, durch visualisierte Bilder, erfassen können. Somit ist es Kindern möglich sich konkrete Sachverhalte vorzustellen und sie zum Beispiel zu beschreiben, obwohl sie gar nicht wahrhaftig vor ihnen sind. So kann ein Kind einem als Lehrperson das Aussehen eines Laufrades beschreiben, auch wenn sich in seinem Sichtfeld gerade gar keines befindet.

„Symbolisch“ bedeutet nach Bruner, dass Kinder Sachverhalte durch Symbole erfassen können. So erkennen Kinder, die das Addieren bereits gelernt haben, anhand des „+“ zwischen zwei Zahlen, dass diese Zahlen addiert werden sollen. Genauso erkennt ein Kind, hat es das Symbol bereits mit der Information verknüpft, dass eine symbolische Abbildung eines Mädchens und eines Buben meistens auf eine Toilette hinweist.

 

Mathematik greifbar machen durch Veranschaulichungen

Egal ob man nun seinen eigenen Kindern Mathematik näherbringen möchte, oder ob man als Mathe Nachhilfe in dem Fach Mathematik schwächeren Kindern unter den Arm greifen will, wichtig ist es immer zu wissen, wie man Kindern, egal ob im Volksschul- oder Teenageralter die Kunst der Mathematik am besten greifbar macht. Eine dieser Möglichkeiten sind Veranschaulichungen aller Art.

Veranschaulichungen beim Mathematik Lernen sollen dazu dienen, Verständnis zu ermöglichen. Zudem sollen sie Lernprozesse nachhaltig anregen. Veranschaulichungen werden vorwiegend zu einem der drei folgenden Zwecke eingesetzt:

  • Lösungshilfe: Veranschaulichungen können als Lösungsansatz einer Aufgabe dienen, oder diesem zumindest dienen.
  • Lernhilfe: Natürlich können Veranschaulichungen auch als Lernhilfe eingesetzt werden. Verschiedene Darstellungsformen können zum Beispiel zu verschiedenen Lern- und Reflexionsprozessen anregen.
  • Kommunikationshilfe: Veranschaulichungen können dazu anregen gemeinsam über Ergebnisse zu sprechen und sich über verschiedene Lösungswege auszutauschen.

Bevor man sich für eine Veranschaulichung entscheidet, sollte man sich zuerst über das konkrete Ziel, sprich was soll mein Kind heute lernen, im Klaren sein. Denn so kann abgeklärt werden, welche mathematische Strategien man eigentlich vermitteln möchte. Bei allen Überlegungen muss allerdings auch gesagt werden, man kann sich für die schönste und teuerste Veranschaulichung entscheiden, wird beim Lernen nicht gut eingesetzt, kann sie auch schnell ihre Wirkung verfehlen. Auswahlkriterien für Veranschaulichungen sind zum Beispiel:

  • Welches Thema möchte ich behandeln? (mathematische Strategien)
  • Welche Strategien sollen die Kinder entwickeln? (Handlungsmöglichkeiten)
  • Kann ich diese Veranschaulichung passend fortführen? (Vielseitigkeit)
  • Kann mein Kinder mit dem Material bereits umgehen, ist es damit bereits in Berührung gekommen? (Handhabung)
  • Wie haltbar ist dieses Material? (Nachhaltigkeit)
  • Wird dieses Material umweltschonend hergestellt, wie sehr belastet es die Umwelt? (Ökologie)
  • Was kostet es? (Ökonomie)
  • Wie fühlt sich das Material an, wie sieht es aus? (Ästhetik)