Baufinanzierung ohne Eigenkapital fürs Eigenheim – was ist zu beachten?

Baufinanzierung ohne Eigenkapital fürs Eigenheim - was ist zu beachten?

Baufinanzierung ohne Eigenkapital fürs Eigenheim – was ist zu beachten?

Der Traum von den eigenen vier Wänden durchzieht die gesamte Gesellschaft. Daher sind Wohnimmobilien sehr gefragt. Die einen möchten sich von den immer teurer werdenden monatlichen Mietzahlungen befreien. Andere leben in der Furcht, die Rente könnte für einen entspannten Lebensabend nicht ausreichen. Deshalb investieren sie in eine eigene Immobilie.

Besonders Familien mit kleinen Kindern sind langfristig auf günstigen Wohnraum angewiesen. Der Platzbedarf ist groß und im Idealfall kann das Eigenheim an die Kinder weitergegeben werden, wenn sie erwachsen sind. Doch ist es gerade diese Bevölkerungsgruppe, bei denen finanzielle Reserven knapp bemessen sind. Daher stimmt es zuversichtlich, dass eine Baufinanzierung auch mit sehr wenig oder ganz ohne Eigenkapital möglich ist.

Was ist eine Baufinanzierung ohne Eigenkapital?

Diese Art der Finanzierung einer Immobilie wird gerne als Vollfinanzierung bezeichnet. Dabei wird der gesamte Kaufpreis über einen Immobilienkredit finanziert. Doch dabei gibt es Unterschiede, die nicht zu vernachlässigen sind.

Tatsächlich handelt es sich bei einer Vollfinanzierung um ein Kreditmodell, bei dem mehr als der Kaufpreis finanziert werden muss. Daher unterscheiden die Experten von www.baufi24.de/baufinanzierung-ohne-eigenkapital/ zwischen zwei Spielarten:

  • 100 % Finanzierung: Dabei wird von der Bank lediglich der Kaufpreis des Eigenheims über einen Kredit abgedeckt. Die Kaufnebenkosten sind vom Käufer selbst zu tragen und werden mit ca. 10 % des Kaufpreises veranschlagt. Es handelt sich dabei um die Notar- und Grundbuchkosten sowie die Grunderwerbsteuer. Gegebenenfalls zählen noch die Kosten für einen Notar sowie für eine eventuell anfallende Sanierung dazu.
  • 110 % Finanzierung: Hierbei handelt es sich um eine wirkliche Vollfinanzierung. Die über den reinen Kaufpreis anfallenden Nebenkosten werden meist über einen Privatkredit mit Risikoaufschlag finanziert. Nur in diesem Falle kann wirklich die Rede davon sein, eine Immobilie ohne einen einzigen Euro Eigenkapital zu erwerben.
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In Zeiten der niedrigen Kreditzinsen vergeben viele Banken einen Baukredit ohne Eigenkapital. Der Nachteil liegt auf der Hand. Ein Baukredit ohne eigene Mittel hat eine längere Laufzeit. Zudem werden höhere Zinsen fällig. Eine Vollfinanzierung ist im Schnitt etwa 18 % teurer, als wenn der Bauherr eigene Mittel zur Finanzierung einbringt. Es ist deshalb empfehlenswert, wenigstens die Baunebenkosten aus eigener Tasche aufzubringen.

Für wen kommt eine Baufinanzierung ohne eigene Mittel infrage?

Diese Art des Immobilienkredits wird von den Geldgebern besonders kritisch hinterfragt. Daher ist ein guter Schufa-Score unvermeidlich. Zudem wird ein sehr hohes, regelmäßiges Einkommen vorausgesetzt. Freiberufler und Selbständige, die mit schwankenden Einkommen leben müssen, erhalten üblicherweise keinen Baukredit ohne Eigenkapital.

Nützliche Tipps zur Baufinanzierung ohne Eigenkapital

Ein Immobilienkredit, bei dem keine eigenen Mittel aufgebracht werden, ist mit einer längeren Laufzeit und höheren Kosten verbunden. Er ist eine Option für Kreditnehmer, die über eine sehr gute Bonität verfügen und ihre aktuelle Liquidität nicht beschneiden wollen.

  • Realistische Einschätzung der eigenen finanziellen Möglichkeiten: Am Anfang eines Bauvorhabens steht der Kassensturz. Dabei wird ermittelt, wie hoch die monatliche Belastung sein darf, um nicht ans Existenzminimum zu gelangen. Wer ohne eigenes Geld baut, sollte dabei doppelt hinschauen und sehr konservativ kalkulieren.
  • Richtige Tilgungsrate wählen: Ein Baukredit ohne eigene Mittel zeichnet sich aufgrund des erhöhten Zinssatzes durch eine hohe monatliche Belastung aus. Wenn dazu noch hohe Tilgungsraten gewählt werden, erhöht sich der monatliche Finanzbedarf zusätzlich.
  • Annuitätendarlehen auswählen: Bei dieser Form der Rückzahlung bleiben die jeweiligen Raten immer gleich hoch. Dieses Vorgehen ermöglicht eine bessere Planung.
  • Lange Laufzeit vereinbaren: Derzeit liegen die Zinsen noch im erträglichen Bereich. Je länger die Laufzeit vereinbart wird, desto länger kann von dem niedrigen Zinssatz profitiert werden.
  • Zusätzliche Kredite vermeiden: Wenn neben dem Baukredit noch Konsumentenkredite aufgenommen wurden, verringert dieser Umstand die Bonität des Kreditnehmers. Für die Bank bedeutet ein solches Verhalten das erhöhte Risiko eines Kreditausfalls. Eine Kreditabsage wird dadurch wahrscheinlicher.
  • Baudarlehen absichern: Dazu bieten sich einige Policen an, um im Falle eines Zahlungsausfalles nicht in Schwierigkeiten zu kommen. Insbesondere eine Berufsunfähigkeitsversicherung ist wichtig, damit das Einkommen weiterbezahlt wird und die Kreditzahlungen nicht stocken.
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