Mama, ich bin schwanger!

ich bin schwanger
Wut und Enttäuschung machen sich schnell breit und die Nerven liegen blank. Schimpfen oder meckern ist der falsche Weg, den Eltern gehen. Es macht die Situation nicht besser und ändern kann man daran sowieso nichts.

Mama, ich bin schwanger!

Eltern möchten nur das Beste für ihre Tochter. Ebenso möchten sie, dass das Kind eine gute Ausbildung oder Studium absolviert, ein geregeltes und schuldenfreies Leben erreicht und auch einen netten Mann findet. All das wünscht man sich für sein Kind.

Jedoch läuft nicht alles nach den Vorstellung der Eltern. Entsteht eine Ausnahmesituation, so ist das erstmal ein großer Schock. Ist das Kind noch ein Teenager und verkündet, dass es schwanger ist, dann wird das ganze Leben auf den Kopf gestellt. Besser gesagt – Das ist der Horror aller Eltern! Allerdings passiert das ziemlich oft und wenn es nun so ist, kann man daran nichts mehr ändern. Aber wie sollen Eltern damit umgehen, wenn die Tochter selbst noch ein Kind ist, und plötzlich schwanger vor einem steht?

Keine Vorwürfe machen, wenn es heißt “ich bin schwanger”

Wenn die Tochter im teenageralter schwanger ist, ist das für die Elter ein halber Weltuntergang. Sie machen sich unglaubliche Vorwürfe und sind der Meinung, sie haben in der Erziehung versagt. Auch sind sie sich sicher, dass sie nicht genug aufgepasst haben, mit wem sich ihre Tochter abgibt und die Zeit verbringt.

Aber auch Wut und Enttäuschung machen sich schnell breit und die Nerven liegen blank. Schimpfen oder meckern ist der falsche Weg, den Eltern gehen. Es macht die Situation nicht besser und ändern kann man daran sowieso nichts.

Hier sollte man das beste daraus machen und die Energie, lieber in den Familienhalt investieren. Dem Kind geht es sogar noch schlechter, da vielleicht der Kindsvater abgehauen ist oder nicht zu seinen Taten steht. Das letzte was sie jetzt gebrauchen kann, sind Vorwürfe.

Nun sollte man sich gemeinsam zusammensetzten und über die Situation sprechen. Es gibt Einiges was man zu bereden hat und auch wie es nun weitergeht. Wie entscheidet sich das Kind? Wie sieht nun die Zukunft als Teenage-Mami aus und soll der leibliche Vater aufgesucht werden? Viele Fragen, die nun besprochen werden müssen.

 

Schule oder Ausbildung darf nicht beiseite geschoben werden

Hat sich die Lage etwas beruhigt, muss auch über die Zukunft, der jungen Mama, gesprochen werden. Vor allem über die berufliche oder schulische Zukunft muss entschieden werden. Der beste und optimalste Weg ist es, wenn alles so weitergeht, wie bisher. Geht es um die kostbare Ausbildung, so sollte sie auch beendet werden.

Und geht das Kind eventuell noch zur Schule, so muss der Schulabschluss gemacht werden. Denn eine alleinerziehende Mutter, ohne Schulabschluss oder Ausbildung, ist besonders tragisch und sie kann dem Kind am Ende nichts bieten. Hier müssen die Eltern auf jeden Fall zur Seite stehen.

Gemeinsam muss nun an einem Strang gezogen werden. Während die frische Mama in der Schule oder bei der Arbeit ist, müssen die Großeltern sich um den Nachwuchs kümmern. Natürlich freuen sie sich, dass sie nun ein Enkelkind haben, aber leicht wird die Zeit nicht. Sind die Großeltern dazu noch berufstätig, muss mit Händen und Füssen, improvisiert werden. Halten allerdings alle zusammen, kann man es meistern.

Ist der Kindsvater jedoch da, muss er wohl zurückstecken und für das Kind da sein. Für ihn ist dies auch eine neue Situation und eventuell ist er selbst noch ein Kind. Die Bedürfnisse müssen nun zurück geschraubt werden und das Baby steht im Vordergrund.

 

Ich bin schwanger – Hilfe und Unterstützung suchen

Damit die junge Mutter nicht alleine ist, sollte es sich Hilfe beim Jugendamt holen. Hier wird Schritt für Schritt erklärt, welche Rechte und Pflichten, sie als minderjährige Mutter hat. Gleichzeitig wird ein Betreuer eingesetzt, der im engen Kontakt mit der jungen Mutter steht. Hausbesuche und Tipps rund um die Erziehung, stehen auf den Plan.

Auch wird die Lebenssituation, der Mutter, besprochen und inwieweit sie finanzielle Hilfe benötigt.
Auch ist das Arbeitsamt da und die junge Mutter bekommt finanzielle Unterstützung. Unter anderem Umzugskosten, Ersteinrichtung für das Baby, Kinderwagen und vieles mehr. Ebenso wird in Sachen Sorgerecht einiges geklärt werden müssen. Solange die Mutter noch minderjährig ist, hat das Jugendamt die Vormundschaft.

Das bedeutet, dass das Jugendamt alle Formalitäten übernimmt.  Und auch die Vaterschaftsanerkennung und die Unterhaltsansprüche werden geklärt. Sobald die junge Mutter das 18. Lebensjahr erreicht hat, ändert sich natürlich alles – ihr wird ihr dann das Sorgerecht erteilt.