Klinefelter Syndrom bei Kindern

Klinefelter Syndrom bei Kindern

Klinefelter Syndrom bei Kindern

Das sogenannte Klinefelter Syndrom ist eine genetisch bedingte Krankheit, die bedauerlicherweise nicht heilbar ist. Das Syndrom betrifft ausschließlich Männer.

Die Betroffenen tragen in ihren Zellen zu viele Geschlechtschromosomen – dadurch entstehen Symptome wie Hochwuchs und Unfruchtbarkeit. Aber auch eine Lernbehinderung, zu lange Arme und Beine, zu breite Hüften und zu kleine Hoden, können Symptome des Klinefelter Syndroms sein. Die Optik weicht jedoch nicht ab – Kinder, die an dem Klinefelter Syndrom leiden, sehen genauso aus, wie “normale” Kinder.

Jungs werden durch das Klinefelter Syndrom mit zwei X-Chromosom plus einem Y-Chromosom (XXY) geboren. Bemerkbar macht sich die Krankheit schon während der Pubertät. Dadurch, dass das Klinefelter Syndrom nicht heilbar ist, kann man die Symptome, durch Medikamente, lindern – und das relativ erfolgreich.

 

Das Klinefelter Syndrom – das Leiden eines Kindes

Etwa 1 von 500 geborenen Jungs leiden unter das Klinefelter Syndrom. Es ist die häufigste geschlechtschromosomale Abnormalität, die man kennt. Durch das Erbgut der Mutter, erhalten die Jungs zusätzlich das X-Chromosom.

Jungs, die an das Syndrom leiden, besitzen eine milde Intelligenz, haben eine Lese- und Sprachstörung und auch ihre Planungsfähigkeit ist auffällig eingeschränkt.
Des Weiteren haben sie gravierende Probleme im Sprachbereich, ein schlechtes Urteilsvermögen und sind in vielen Hinsichten nicht einsichtig – besonders dann, wenn es um Fehler geht, die sie begehen.

 

Viele Symptome und Unfruchtbarkeit

In Sachen Pubertät gibt es keine Auffälligkeiten – sie setzt wie zur normalen Zeit ein. Jedoch bleiben die Hoden kleinwüchsig. Gleichzeitig ist der Bartwuchs schwach bzw. kaum ausgeprägt und ebenso auch der Brustbereich ist etwas vergrößert als normal (Gynäkomastie).

In der Regel sind Männer, die an diesem Syndrom leiden unfruchtbar. Es kann aber vorkommen, dass der Hoden ausreichend Sperma produziert und es sich doch zum Positiven wandeln kann.

Männer, die an der Krankheiten leiden, sind anfälliger für weitere Krankheiten. Unter anderem Diabetes mellitus, chronische Lungenkrankheiten, Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose), Brustkrebs und Krampfadern.

Es kann gut vorkommen, dass Jungs zu ihren Y-Chromosom, auch noch weitere X-Chromosomen dazu bekommen – 3,4 oder sogar 5. Dies hat zufolge, dass die Behinderung somit ausgeprägter ist und auch dadurch die Intelligenz leidet. Auch die körperliche Auffälligkeit steigt dadurch. Umso mehr X-Chromosomen dazu kommen, desto geringer wird der IQ des Jungen. Ebenso wird die Sprachfähigkeit beeinflusst.

 

Klinefelter Syndrom – die Diagnose und die Behandlung

In der Regel wird das Klinefelter Syndrom vor der Geburt zufällig entdeckt. Eine sogenannte Chromosomenanalyse wird dann meist durchgeführt, wenn die Mutter über 35 Jahre alt ist, da sie statistisch gesehen schon zu den Risikopatienten gehört.

Nach der Geburt kann ein Verdacht entstehen, wenn das Kind in der Pubertät ist. Hier sind die Symptome und Auffälligkeiten ein Warnsignal. Viele Männer erkennen aber erst das Syndrom, wenn sie einen Fruchtbarkeitstest durchführen.

Die Behandlung bei Kindern ist heutzutage sehr gut und erfolgreich. Durch eine spezielle Sprach- und Sprechtherapie, können die kleinen Kinder den Schulunterricht gut folgen und auch die Grundschule erfolgreich beenden. Jedoch müssen Eltern starke Disziplin zeigen und kontinuierlich am Ball bleiben – nur so kann eine Besserung erfolgen.

Jugendliche, die sich gerade in der Pubertät befinden, erhalten zusätzlich Testosteron. Dadurch erhöht sich die Knochendichte und das Bruchrisiko sinkt. Ebenso verändert sich das Erscheinungsbild, was männlicher wirkt – Dies sorgt auch für ein stärkeres Selbstbewusstsein und Selbstwertgefühl.

Mit einer weiteren Hormonersatztherapie kann man einiges erreichen. Unter anderem kann man die Verhaltensauffälligkeiten und die Entwicklungsstörungen mindern.

Lässt sich der Betroffene helfen und geht er auf eine Therapie ein, so kann er in eine gute Zukunft blicken.